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Spekulatiusbier zu Weihnachten? - Bürgermeisterin Karoline Linnert besichtigt Union-Brauerei in Walle

Lüder Kastens erklärt Karoline Linnert im Sudhaus den Brauvorgang Lüder Kastens erklärt Karoline Linnert im Sudhaus den Brauvorgang Bremer Senat

"Ein architektonisches Schmuckstück" – der erste Blick beim Besuch der "Freie Brau Union Bremen" von Bürgermeisterin Karoline Linnert beeindruckt. Beim Rundgang mit Investor und Geschäftsführer Lüder Kastens am Donnerstag (27.10.2016) wird deutlich, dass der alte Brauereistandort mitten im Waller Osterfeuerbergviertel liebevoll saniert wurde. Dem Architekten ist es gelungen, das historische Gebäude mit neuem Leben zu füllen und dem Denkmalschutz dabei vorbildlich gerecht zu werden.

"Wir sind eine eigenständige, unabhängige Craft Bier-Brauerei. Unser Bier wird zu hundert Prozent in Bremen gebraut und abgefüllt", betont Lüder Kastens. Neben den sechs Standardsorten werden auch für kurze Zeit spezielle Biere für besondere Anlässe oder Jahreszeiten entwickelt, zum Beispiel zur Eiswette. Braumeisterin Doreen Gaumann tüftelt gerade an einem Spekulatiusbier. "Am Geschmack muss ich noch ein wenig feilen." Neue Sorten zu entwickeln, ungewöhnliches auszuprobieren – das gefällt der 25-Jährigen besonders an ihrer Arbeit. Beim Gespräch mit der Braumeisterin verrät Karoline Linnert, dass sie zu Weihnachten an enge Freunde selbstgemachten Orangenlikör verschenkt. Bei Bier denkt sie natürlich an Hopfen: "Der wilde Hopfen entwickelt in meinem Kleingarten ein sehr einnehmendes Wesen." Der sei aber nicht zum Bierbrauen geeignet weiß Lüder Kastens: "Nicht zu vergleichen mit unseren hier verwendeten Hopfensorten."

70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die Brauerei samt angeschlossener Gastronomie. Mit dem Craft-Bier-Angebot liegt Lüder Kastens voll im Trend. Kurz nach der Eröffnung war das Bier praktisch ausverkauft. 2016 werden rund eine Million Flaschen am Waller Standort abgefüllt. Ein Jahr nach der Eröffnung wird eine Zweigstelle am Brommyplatz eröffnet. "Unsere Kundschaft schätzt regionale und handwerklich hergestellte Produkte. Das Interesse an unseren Führungen und Bierseminaren ist groß."

Auf dem Brauereigelände werden aktuell elf Reihenhäuser gebaut, weitere Wohnungen sind geplant. "Im ehemaligen denkmalgeschützten Pferdestall werden Studentenwohnungen entstehen", berichtet der rührige Investor und lobt die zentrale Lage. "Von hier aus ist man schnell am Hauptbahnhof, der Uni oder in der Überseestadt." Kommentar der Bürgermeisterin: "Ein positives Beispiel für gelungene Innenverdichtung."

Im historischen Brauereigebäude haben auch zwei Theater, eine Tanzschule, ein Ingenieurbüro und die Geschäftsstelle der Bremer Werkgemeinschaft eine neue Heimat gefunden. "Bald kommt noch eine Kaffeerösterei dazu", berichtet Kastens und fügt hinzu, "das passt gut zu unserem Manufakturgedanken."

 

Quelle: Bremer Senat

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